Unser Mitarbeiter Daniel Pianka unterrichtet an der UKRIM erneuerbare Energien. Doch auch an dieser christlichen Universität geht die Corona-Krise nicht spurlos vorüber. Der bisherige Kanzler der Universität, Samuel Handali, berichtete uns kürzlich von der aktuellen Situation:


„Covid-19 fordert uns heraus: die Straßen und Geschäftszentren sind immer noch bevölkert, aber die Zahl der Passanten nimmt täglich ab. Es wächst jedoch die Besorgnis, dass mit dem Beginn des Fastenmonats Ramadan am 24. April 2020 die Rückreise von Arbeitern aus den Großstädten – und insbesondere aus der Hauptstadt Jakarta – in ihre Heimatsdörfer das Virus noch einmal ganz stark verbreiten wird. Normalerweise beginnen diese Rückreisen erst kurz vor dem Fest des Fastenbrechens, das bei uns „Idul Fitri“ genannt wird und 2020 am 23. und 24. Mai stattfindet. Aber in diesem Jahr wandern die Menschen schon jetzt aus den Großstädten ab, weil sie Angst vor einer landesweiten Ausgangssperre haben. Hinzu kommt, dass sie wegen der Schließung von Geschäften keine Arbeit mehr haben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Im Gegenzug haben die Medienberichte dazu geführt, dass sich Menschen auf dem Land große Sorgen um ihre Gesundheit machen und beginnen, Barrikaden zu errichten, um die Rückreisenden aufzuhalten.


Wir sind dankbar dafür, dass bisher bei keinem der Mitglieder der UKRIM-Gemeinschaft aus Studenten und Mitarbeitern eine Erkrankung an Covid-19 diagnostiziert wurde. Vor etwa drei Wochen hatten zwei Mitarbeiter von UKRIM nach ihrer Rückkehr aus Jakarta Fieber. Sie konsultierten die Ärzte, gingen in ihren eigenen Häusern in eine zweiwöchige Selbstquarantäne und sind heute wieder gesund.
Was die akademischen Aktivitäten anbelangt, so ist der Universitätsunterricht mit persönlicher Anwesenheit an der UKRIM seit dem 18. März ausgesetzt. Der Unterricht findet seither online statt, gefolgt von einer zweiwöchigen Semesterzwischenprüfung, die vor zwei Tagen endete. Der Campus ist jetzt praktisch leer. Wir ermutigen die Studenten, in der Nähe der Universität zu bleiben, weil das Lernen mit der Online-Methode gar nicht so einfach ist: neben den neuen Technologien „Google Hangouts“, „Google Meet“ oder „Zoom“ ist es bei uns ja auch leider so, dass die meisten unserer Studenten keine Laptops besitzen und ihre kleinen Smartphones benutzen müssen, um dem Unterricht zu folgen.  Wir stehen auch vor dem Problem, dass sich die meisten unserer Studierenden nur begrenzte Internetdaten leisten konnten, die nach nur wenigen Online-Kursen schnell aufgebraucht sind.

 
Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Daniel Pianka hier mitarbeitet und bei uns geblieben ist. Er lebt in einem gemieteten Haus etwa 20 Motorrad-Minuten vom Campus entfernt. Ihm geht es gut, mit Essen und den allgemeinen Lebensumständen kommt er sehr gut zurecht. Manchmal treffen wir uns auf dem Campus in einer kleinen Gruppe von zwei bis vier Personen, wenn etwas Dringendes getan werden muss – so wie letzte Woche, als die Solarpaneele auf unserem Campus vom Staub gereinigt werden mussten. Natürlich sorgen wir dann dafür, dass die Corona-Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.
Es ist für uns eine große Freude, Daniel all die Jahre bei UKRIM als Mitarbeiter zu haben. Er hat so viel getan, um UKRIM beim Aufbau seines Zentrums für Erneuerbare Energien zu unterstützen, und in den letzten Jahren ist so viel in der Entwicklung des Bereichs Erneuerbare Energien geschehen. Wir sind Christliche Fachkräfte International sehr dankbar, dass sie Daniel zu uns geschickt hat, und wir werden unser Bestes tun, damit er in dieser Corona-Zeit allen Schutz und alle Fürsorge bekommt.

 

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