„Ich wasche meine Hände in Unschuld … Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern …, an deren Händen Schandtat klebt und die gern Geschenke nehmen. Ich aber gehe meinen Weg in Unschuld.“ Ach, wenn es nur so einfach wäre, Hände in Unschuld zu waschen. Selbst der römische Statthalter Pilatus musste einsehen, dass er manchmal keine Macht über die Ereignisse hat – und es gar nichts bringt, wenn man seine Hände vor dem Volk mit Wasser wäscht und behauptet: „Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen!“ (Matthäus 27,24)

Viele der Frauen, mit denen Katharina Knoblauch in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua arbeitet, haben „ihre Unschuld“ bereits früh verloren. Und die allerwenigsten von ihnen freiwillig. Als Prostituierte leben sie heute ein elendes Leben – „Freiwild“ ab umgerechnet 4 Euro die Stunde, davon gehen 2 Euro an den Zuhälter. Jetzt, in der Wirtschaftskrise, fragen die Freier sogar nach Dumpingpreisen. Völlig erniedrigend für diese Frauen, die oft sowieso schon mental am Boden, alkohol- oder drogenabhängig sind. Wie kommt man da wieder heraus? Wie kann ein Neuanfang auf „Wegen der Unschuld“ gelingen? Wie kann man für sich – und die eigenen Kinder – Menschenwürde und Selbstachtung zurückgewinnen, wenn „die Hände kleben“ und immer wieder der Ekel da ist?

Katharina unterstützt als ausgebildete Sozialarbeiterin ein Team von Frauen, das versucht, auf diese schweren Fragen  Antworten zu geben. Und sie gibt neben aller Organisationsberatung auch manchmal selbst ein gutes Wort weiter. Oft auch aus GOTTES Wort. Denn in der Bibel finden sich erstaunlich viele Frauen, die in größten Nöten erleben durften, dass GOTT kam, ihnen die Schuld vergab und neue Hoffnung schenkte. Und so einen Neuanfang ermöglichte. Danke für alle Fürbitte für Katharina, die in letzter Zeit auch gesundheitlich einiges „wegstecken“ musste.

 

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