In der Corona-Krise waren einige Auslandsmitarbeiter zurück nach Deutschland gekommen - einige von ihnen nicht ganz freiwillig, wie wir bereits zu unserer Stuttgarter Konferenz für Weltmission im Mai berichtet hatten. Notwendige Krankenbehandlungen oder die Vorgaben zum Gesundheitsschutz für Personen aus der Risikogruppe für Covid-19-Infektionen führten zur Rückreise nach Deutschland in dem Wissen, dass die Wiederausreise alles andere als selbstverständlich sein würde. So kam es in den letzten Monaten zu unfreiwillig langen Aufenthalten in Deutschland. Unsere Kollegen machen das Beste daraus und haben aus dem „Home-Office“ ihre Partnerorganisationen beraten, Schulungen über den Computer gemacht und immer wieder auch einfach nur ermutigt. Denn in vielen Entwicklungsländern hat die Pandemie selbst, aber noch viel mehr die politische und wirtschaftliche Reaktion auf sie zu einem völligen Zusammenbruch der Volkswirtschaft geführt.

Wir freuen uns, dass jetzt unsere Kollegen Annegret Anker und Martin Müller wieder nach Ruanda ausreisen konnten und ihre wichtige Arbeit wieder aufnehmen konnten. Freilich ist längst noch nicht alles „wieder vorbei“. Man braucht eine Vielzahl von Unterlagen zur Infektionsfreiheit, und die nächste Quarantäne ist nur „einen leichten Husten weit“ entfernt. Trotzdem freuen wir uns hier in Stuttgart mit unseren Auslandskollegen, dass es jetzt wieder losgeht, und wenn wir nun bald auch unsere nächsten Kandidaten aus der Vorbereitungszeit lossenden dürfen zu den einheimischen Partnern in den Einsatzländern, dann liegt das sicherlich auch an Ihren Gebeten für sie – und dafür möchten wir Ihnen ganz herzlich danken.

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