Haben Sie einmal darüber nachgedacht, aus welchen Lebensumständen die Hirten auf dem Feld bei Bethlehem stammten, die zur Krippe mit dem JESUS-Kind aufbrachen? Ob ihre „Dorfkinder“ wohl in die Schule gehen konnten? Oder waren sie zum Arbeiten beim Schafehüten dabei, wie das oftmals im weihnachtlichen Krippenspiel angedeutet wird? Ob die Hirten nach jüdischem Recht unrein waren, ist gar nicht so wichtig: Allein Armut reichte aus, dass man ausgeschlossen wurde. Dass man stigmatisiert und diskriminiert „existierte“.

Ruth und Simon Tschunko haben bei ihrem ersten Einsatz auf den Philippinen miterlebt, was passiert, wenn Kinder aus armen Familien in die Großstadt kommen. Was die Kinder machen. Und was andere ihnen antun. Wie schnell es zu Missbrauch kommt – und welch tragische Folgen er haben kann. Und deshalb haben sie sich neu nach Tacloban in der Provinz Leyte rufen lassen, um jungen Leuten aus ärmlichen und dörflichen Kontexten zu helfen, in der Großstadt anzukommen. Diese Stadt hat sich erholt vom schweren Hurrikan „Haiyan“, der 2013 die Metropole fast völlig zerstörte.

Heute kommen wieder viele junge Leute, um hier Ausbildungen zu beginnen oder Jobs zu finden. Große Düngemittelfabriken und Kupferschmelzöfen versprechen einfache Arbeit und schnelles Geld. Die Wirklichkeit sieht jedoch ganz anders aus. Und auch für jene „Dorfkinder“, die zum Besuch einer weiterführenden Schule oder der Universität in die Stadt kommen, ist das Einleben herausfordernd. Man kennt sich nicht aus. Man ist zu arm, um das zu tun, was sich die Reichen leisten können – und hat es doch Tag für Tag vor Augen. Ein innerer Kampf für viele Teenager, in dem ihnen die Tschunkos seelsorgerlich beistehen. Ruth und Simon werden mit unserem Partner Bildungsangebote entwickeln und Seminare abhalten. Und einfach für die jungen Leute da sein.

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