Im Ostkongo ist unser Gesamtwerk „Gottes Liebe weltweit“ seit vielen Jahren freundschaftlich mit der Universität „Shalom“ in Bunia verbunden. Ihr Name wird oft mit den drei Buchstaben „USB“ abgekürzt, und für uns ist diese Hochschule auch - wie ein USB-Anschluss am Computer oder ein USB-Speicherstick - ein echter „Wissensspeicher“ und „Transferort“ für Know-how. Doch nicht nur Daten, Informationen und Fachwissen werden an der „USB“ ausgetauscht, wie uns ein Brief des Universitätspräsidenten Prof. Dr. Georges Pirwoth Atido, einem Mitglied der African Society of Evangelical Theology (ASET), zeigt – nein, es geht auch um einen geistlichen Austausch:

 

Ein Aufruf, mitten in COVID-19 die drei Säulen unseres christlichen Glaubens zu stärken: Glaube, Hoffnung und Liebe

 

„Mit der Krise durch die COVID-19-Pandemie erleben wir wieder eine Krise in unserer Universität. In der Krise von 2003, mitten im Bürgerkrieg, wurde Blut auf unseren Straßen vergossen. Und genau in diesen Kriegshandlungen wurde der Campus unserer theologischen Universität zu einer Oase des Friedens inmitten eines Schlachtfeldes. Ein Zufluchtsort für die zerstrittenen Gemeinschaften. Hier kamen Flüchtlinge zur Ruhe. Hier ließen Soldaten und Milizen die Waffen sinken. Hier überlebten Menschen den Krieg. Die ganze Stadt sah das Licht unseres Zeugnisses. Die Schatten der Gewalt und des Hasses beugten sich der Macht des Kreuzes Christi. Das möchte die USB auch jetzt bezeugen.

 

Wieder einmal herrscht in unserer Stadt Angst und Verwirrung, aber diesmal aufgrund der Pandemie, die die ganze Welt in Atem hält. Und einmal mehr haben wir die Gelegenheit, den „Shalom“, den Frieden auszustrahlen, den wir in Jesus Christus haben. Je dunkler es um uns herum ist, desto klarer muss die Welt unser Licht sehen. Jesus hat nie versprochen, dass das Leben als Christ ein Leben ohne Leiden ist. Nein, er hat genau das Gegenteil gesagt: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16,33). Der Apostel Petrus hat dies verinnerlicht; Jahre später sagt er: „Ihr Lieben, lasst euch nicht durch das Feuer befremden, das euch widerfährt zu eurer Versuchung, als widerführe euch etwas Fremdes, sondern freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch durch die Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.“ (1. Petrus 4,12-13)

 

Wir haben den Krieg im Jahr 2003 durchgestanden. Vor kurzem haben wir die Ebola-Epidemie überlebt. Und jetzt haben wir die Coronavirus-Pandemie. Unser Licht muss durch unseren Glauben, unsere Hoffnung und unsere Liebe scheinen.
Paulus betont diese drei Säulen des Glaubens, die nicht von einem siegreichen Leben als Christ getrennt werden können. Er sagt: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1. Kor. 13,13)

 

Die COVID-19 Pandemie führte zu weit verbreiteter Angst und zu Missständen in Wirtschaft, Umwelt und im sozialen Bereich. Während sich die Gesamtheit der Gesellschaft nach innen kehrt, müssen wir als Christen uns gegenseitig weiter ermutigen, indem wir nach oben zu Christus und nach außen zum Nächsten schauen. Beständig im Glauben. Beständig in der Hoffnung. Beständig in der Liebe!“

 

Wir sind als Christliche Fachkräfte International sehr dankbar, mit so feinen Christenmenschen auf dem ganzen Globus verbunden zu sein. An der USB ist nun unser CFI-Mitarbeiter Joel Schrumpf tätig, danke, wenn Sie auch ihn im Gebet begleiten.

 

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeit