In Danja im Niger arbeitet Tatjana Dummler mit Christliche Fachkräfte International in einem Provinz-Krankenhaus. Und zwar bei brütender Hitze – unglaubliche 45 Grad nehmen einem fast den Atem, wenn man aus dem Haus tritt. Doch auch in dieser „Backofenhitze“ spielt das Corona-Virus seine tragische Rolle: denn es gibt bisher keinen fundierten Nachweis, dass es bei diesen Temperaturen nicht zu Übertragungen kommt. Voller Angst sind viele Patienten abgereist, haben Hals über Kopf die Gesundheitseinrichtung verlassen.

In dieser Situation sorgt Tatjana mit dem Team vor: für die prognostizierte Ausbreitung der Infektionskrankheit werden Mundschutzmasken genäht. Die werden zwar das Atmen in der Hitze noch schwerer machen, aber Tatjana weiß: beim Risiko der Tröpfcheninfektion muss man im Krankenhaus die bestmögliche Hygiene garantieren. Zusammen mit der örtlichen Polizei wird abgestimmt, wie Zugang und Hygiene im Eingangsbereich des Krankenhauses geregelt werden. Kontrollierte „Händewaschstationen“ werden eingerichtet. Die Näherinnen vor Ort, die bereits Einkommensausfälle wegen Corona haben, bekommen kochfeste Stoffe, denn die Schutzmasken sollen mehrfach verwendet werden. Das Besondere an diesem „Nähprojekt“ im Niger – die Vorlage für die Masken stammt von der Feuerwehr Essen: im fernen Deutschland nimmt Tatjanas Vater an Krisensitzungen der Stadt Essen teil. Dabei stellt die Feuerwehr ein Konzept für die Herstellung von Schutzmasken vor, das jetzt auch bei der Tochter im Niger Verwendung findet. Das ist Entwicklungsdienst: gutes Fachwissen gemeinsam zu teilen, treu auszuhalten an der Seite der Partner und auch Krisen zusammen durchzustehen.

Danke, wenn Sie Tatjana im Gebet begleiten und auch die Situation im Niger vor GOTT bringen. Und wenn Sie etwas für die kochfeste Baumwolle oder den Lohn der Näherinnen dazugeben wollen, finden Sie hier weitere Informationen und die Möglichkeit zu Spenden. Für alles herzlichen Dank, auch im Namen von Tatjana und ihren nigrischen Kollegen und Patienten.