Als Christliche Fachkräfte International gegründet wurde, gab es die Idee, Missionare von AEM-Mitgliedswerken bei passenden Dienstaufträgen als Entwicklungshelfer mit staatlicher Förderung „unter CFI-Flagge“ zu entsenden. Über die Jahre hat das dann nur gelegentlich funktioniert. Terminvorgaben, Abläufe und Selbstverständnisse – oft hat es einfach nicht gepasst. Um so mehr freuten wir uns bei CFI, als es wieder zu solch einer Kooperation mit dem paraguayischen „Tochter-Verein“ des schwäbischen Hilfswerks "Kreuz des Südens“ kam.

Mit Robert und Leila Röhrig haben wir tolle Mitarbeiter kennengelernt, die sich im Projekt in Paraguay von „Cruz del Sur“ voll einsetzen und sich für nichts zu schade sind. Robert kümmert sich dabei insbesondere um neun indigene Schuljungen aus dem Guarani-Stamm, die zu Hause keine Chance auf einen ordentlichen Schulabschluss hätten und daher im Projekt ein „Zuhause auf Zeit“, Zugang zur Sekundarschule, ein christliches Mentoring und handwerkliche Grundausbildung bekommen. Die Jungs sind in der Pubertät, und die Corona-bedingten Schulausfälle haben viel Raum für Lust und Frust gegeben. Die neue Idee, für eine große Mennoniten-Gemeinde aus der Nachbarschaft Akustik-Körper zu schreinern, kam da gerade recht. Und so haben die Jungs gelernt, wie man einen Gemeindesaal kreativ gestaltet, wie man akustische Berechnungen anstellt und dann praktisch in Holzarbeiten umsetzt. Und sie haben auch gelernt, Wertschätzung und Lob für ihre Leistung zu erfahren und mit beizutragen, dass Geld in die Projektkasse kommt – für einige die erste positive Arbeitserfahrung. Robert und Leila wollen investieren. Und aus jungen Indigenen Jünger machen. Die nächste Idee: mit ehemaligen Schülern in der Universitätsstadt Rosario eine Lern- und Lebensgemeinschaft aufzubauen. Damit die Gemeinschaft und der Glaube reifen.

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