Eigentlich war Laos neutral. Deshalb sprechen die Amerikaner bis heute vom „geheimen Krieg“ um den Ho-Chi-Minh-Pfad. Ebenso geheim wie die Militäraktionen in Laos war bis 1999 die Zahl der Kampfeinsätze mit dem Entlaubungsmittel „Agent Orange“: Unvorstellbare zwei Millionen Liter der hochgiftigen Chemikalie wurden mit Kampfhubschraubern und Flugzeugen abgesprüht – auch über Dörfern, Schulen, Menschen in den Reisfeldern. Das Gift wirkt bis heute, wie Kinder zeigen, die ohne Gliedmaßen, mit verkrüppelten Fingern oder schweren Nervenschäden leben müssen.

Diese Menschen mit Behinderung werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Der CFI-Projektpartner Service Fraternel d’Entraide (SFE) will sich deshalb um ihre besonderen Bedürfnisse kümmern: Behinderte sollen in die Gesellschaft integriert werden, am sozialen und politischen Leben teilhaben und Gottes Fürsorge und Liebe erfahren. Laotische Wohlfahrtsorganisationen werden durch SFE in regionalen Projekten für Menschen mit Behinderung mit dem in der Ergotherapie anerkannten PEO-Ansatz (Person-Environment-Occupation, übersetzt: Person-Umwelt-Betätigung) beraten, der den Betroffenen ganzheitlich in den Blick nimmt. Thomas und Florence haben dafür ihr schönes Leben in Frankreich aufgegeben, um vor Ort das Hauptstadtbüro zu managen und genau solche wichtigen Projekte möglich zu machen. Man kann Geschichte nicht ungeschehen machen – aber die Folgen lindern.

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