Die CENA (Comunidade Evangélica Nova Aurora) arbeitet unter verschiedenen sozialen Randgruppen in São Paulo. Die Stadt ist gekennzeichnet von krassen Gegensätzen. Einerseits ist sie das Industrie- und Finanzzentrum Brasiliens, andererseits gibt es unzählige Elendsviertel. Mehr als 5 Millionen Menschen leben in Holz- und Blechhütten, in denen sich hundert Menschen ein Bad und eine Küche teilen.
Gearbeitet wird nach dem Drei-Phasen-Modell:
1. Auffangen
In unserem Zentrum knüpfen wir durch verschiedene Arbeitszweige Kontakt mit vielen Menschen die in großem sozialem Elend leben und oft in Abhängigkeiten verstrickt sind.
2. Rehabilitieren
Im Rehabilitationszentrum in Juquitiba bieten wir Bedürftigen die Möglichkeit aus ihrem bisherigen Leben auszusteigen. Dort im Frauen- oder Männerhaus bleiben sie bis zu 2 Jahre.
3. Wiedereingliederung
Nach einer erfolgreichen Rehabilitation können die Frauen und Männer nach São Paulo, bzw. Santo André zurückkehren und in unseren Familienhäusern (=Nachsorgehäusern) mitwohnen. Dort werden sie begleitet bis sie ein eigenständiges, stabiles Leben mit Wohnung und Arbeit meistern können.
Als Volontärin in dieser Einrichtung werde ich in allen diesen Teilbereichen eingesetzt. Meine Tätigkeiten sind vor allem praktisch z.B. kochen, putzen und Kinderbetreuung, aber auch Besuche in den Elendsvierteln, Streetwork unter Mehrfachabhängigen, Sozialarbeit unter Straßenkindern und einfach gemeinsames Leben und Arbeiten in der Reha-Einrichtung für Erwachsene und im Nachsorgehaus. Dienen ist predigen mit den Händen und so bekommt man am Leichtesten Zugang zu den Herzen der Menschen.


