Auch wenn natürlich jeder Tag Überraschungen bereit hält, ist Alltag eingekehrt und damit eine gewisse Ordnung. Vor der Dämmerung stehe ich auf, gönne mir eine ruhige Stunde im Kerzenschein und freue mich schon auf das Frühstück um 7.30 Uhr mit einer Tasse heißen Kaffee. Außerdem wird der Vormittag zum Unterricht vorbereiten, Wäsche waschen, putzen und Wasser holen genutzt.
Ein neuer Brunnen hinter dem Haus sorgt dafür, dass wir auch in der Trockenzeit immer ausreichend mit Wasser versorgt sind und zum Waschen nicht den Weg zum Fluss benötigen. Reihum wird gekocht und um 12 Uhr gegessen. Um der dann aufkommenden Müdigkeit Einhalt zu gebieten wird nach dem Essen Tischtennis gespielt.
Pünktlichkeit wird hier großgeschrieben und um 14.30 Uhr kann die Fahrt ins Center beginnen. Der Toyota füllt sich dabei immer mehr mit fröhlichen Jugendlichen, die uns schon entlang der Straße mit ihren bunten Mappen erwarten. Nach einem Abstecher auf dem Markt öffnet das Center seine Türen und um 15 Uhr beginnen die einstündigen Kurse, meist drei Sprachkurse pro Tag zusätzlich zu den Computerkursen. Den Nachhauseweg bestreiten wir entweder zu Fuß oder mit dem Auto und die verbleibende Zeit bis zur schnell hereinbrechenden Dunkelheit um 19 Uhr nutze ich alle zwei Tage zum Joggen in der wunderschönen Buschlandschaft, die jetzt in der Trockenzeit teils gerodet wird. Die Abende lasse ich meist mit Lesen oder Schreiben bei Kerzenschein oder bei DVD und Spieleabenden ausklingen.


