"Dabei ist das nur ein Teil unserer Arbeit", erklärt der hochgewachsene Holländer, der nach einem Studium der tropischen Landwirtschaft seine Berufung darin sah, sein hohes Fachwissen an die Landbevölkerung im früheren "Reich der eine Million Elefanten" weiterzugeben. Zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern lebt Jop Engelage im Süden der Volksrepublik Laos und verbessert landwirtschaftliche Anbaumethoden, stellt neue Pflanzenarten und Tierrassen vor und hilft den einheimischen Bauern, die Vermarktung ihrer Produkte besser zu organisieren. Ein echtes Erfolgsprojekt wurde die "Ferkelbank": Viele ärmere Familien, die sich eigentlich ein so kostbares Tier nicht leisten können, bekamen ein Jungschwein und die erforderlichen Futtermittel und Medikamente, um es aufzuziehen. Nachdem die Tiere schlachtreif waren, wurden sie verkauft, und nach Abzug der entstandenen Kosten blieb für die Familien ein schöner Gewinn, der neue Möglichkeiten in der landwirtschaftlichen Arbeit ermöglicht.

Dazu gehören Besuche in vielen der umliegenden Dörfer, denn nur wer die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Reisbauern kennt, kann verstehen, wo die Probleme liegen. Verbesserungen bei der Aufzucht von Schweinen, Vertriebsideen für den wertvollen Hochlandkaffee oder ein verbessertes Futter für Hühner – bei vielen Themen kommt Jop mit den Bauern ins Fachsimpeln, hört von den Freuden, aber auch den Sorgen der einfachen Leute auf dem Land. Viel Vertrauen ist in den vergangenen Jahren gewachsen, und nicht selten wird Jop zu Hochzeiten oder Erntefesten eingeladen, weil die Bauern längst gespürt haben, dass hier kein studierter Ratgeber lediglich sein Fachwissen abgeben will, sondern ein Fachmann mit seiner Familie kam, der ihr Leben teilt, sich für sie interessiert und mit ihnen zusammen an Lösungen arbeiten möchte.