Man hatte ihnen versprochen, dass sie wieder nach Hause dürfen: Zehntausende Tamilen sind im Norden Sri Lankas in "Übergangslager" eingewiesen worden, nachdem der Bürgerkrieg in seine letzte heiße Phase kam. Nun ist ein brüchiger Frieden da. Doch die Lagertore bleiben geschlossen, niemand darf nach Hause. Wieder gehören die Zivilisten zu den Verlierern eines Krieges, den sie nie gewollt und erst recht nicht unterstützt haben. Essensrationen von Hilfsorganisationen, überfüllte Sanitäranlagen, kaum Privatsphäre, kein Familienleben – und mittendrin tausende Kinder. Vieles erinnert an einen Stall in Bethlehem, doch die meisten Lagerinsassen wissen nicht, was dort geschah. Niemand hat ihnen jemals das Evangelium erzählt.

 

Wir dürfen sie nicht alleine lassen!

 

In diese Situation hinein haben einheimische Christen begonnen, die niedrigsten Dienste zu tun. Reinigen der Toiletten und Duschen, Bekämpfen von Ungeziefer, Pflege von alten Leuten, die besondere Unterstützung brauchen. Das Herz des Lagerleiters ist berührt, und er hat die Erlaubnis gegeben, dieses Jahr für die Kinder eine besondere Weihnachtsfeier zu veranstalten. Sie rechnen mit 3500 Kindern! Dreitausendfünfhundert Möglichkeiten, die Liebe Gottes zu bezeugen, der sich als Kind in die Welt hat schicken lassen, um sie zu erlösen. Was für eine Möglichkeit!