Der politische Frieden im Land ist wieder akut gefährdet. Auslöser ist der Tod des nepalischen Premierministers Girija Koirala vor einem Monat. Er wurde von allen wichtigen Parteien im Land einigermaßen akzeptiert und hielt das Land politisch zusammen. In den letzten Wochen sind nun viele ehemalige Guerillakämpfer aus unterschiedlichen Teilen Nepals nach Kathmandu gezogen. Es wird berichtet, dass sie Firmeninhaber, Ladenbesitzer und z. T. sogar Kirchengemeinden zwingen, ihnen Geld zu geben, sie mit Nahrung zu versorgen oder Unterschlupf zu gewähren.
Die Lage ist nach verschiedenen Medienberichten sehr angespannt. Unsere Glaubensgeschwister, die teilweise direkt von den Geschehnissen betroffen sind, geraten in schwere Gewissenskonflikte. Unsere Partner im Land bitten um Bewahrung und Weisheit in Anbetracht dieser Situation: Möge es im geschundenen Nepal nicht wieder zu Auseinandersetzung und Blutvergießen kommen, sondern das Land endlich Frieden finden.


