Als ich vor Kurzem mit meinem Anleiter aufs Land gefahren bin, um einen neuen Baum zu pflanzen, hat Jesus mir ganz praktisch eine Lehrstunde verpasst:

Wir begannen in der Hitze des Spätsommers den steinharten Boden mit Spitzhacken aufzuschlagen. Nachdem wir ein wenig gearbeitet hatten teilte mir mein Gastvater mit, dass es das noch lange nicht gewesen sei, da wir ein ziemlich tiefes Loch in den steinharten Boden graben müssten! Alles in mir schrie in diesem Moment „NEIN!!!“

Nach viel Schweiß und Anstrengung hatten wir das Loch nach ca. einer Stunde soweit, dass wir den Baum einsetzen konnten. Als ich den Baum da so stehen sah, sagte mein Gastvater etwas, was mich verändern sollte. Er meinte: „Es ist ganz wichtig, den Baum nun jeden Tag zu bewässern, denn ansonsten wird er in der Hitze der Sonne unweigerlich verdorren“. Dieser Satz hat mich im tiefsten Innern getroffen, denn mir stand auf einmal mein eigenes geistliches Leben vor Augen.

Mir wurde wieder ganz neu klar: Wenn ich mich nicht jeden Tag neu von Jesus „bewässern“ lasse, durch Gebet, Bibel lesen, ihn mit in meinen Alltag nehme, dann werde ich in der Hitze dieser Welt, zwischen Internet- und Medieneinfluss, Hetze und Druck, unweigerlich geistlich vertrocknen und meine Beziehung zu Jesus wird sterben.

Dieser Moment in der sengenden Hitze, auf dem staubtrockenen Boden stehend, war für mich ein Schlüsselerlebnis der letzten Wochen. Auch wenn ich am nächsten Tag einen heftigen Sonnebrand hatte wurde ich durch dieses Bild neu ermutigt, ganz nah dran an Jesus zu bleiben und mich, im oft heißen Alltag, von Gott neu begießen zu lassen.  - Denn aus mir heraus kann ich mich nicht mit einem einzigen Tropfen wohltuendem (Lebens-)Wassers versorgen!

 

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