… vor 4 Wochen bin ich in Guinea, einem der ärmsten Länder Afrikas, gelandet. Zusammen mit meiner "Mit-Coworkerin" Hannah arbeite ich in einem einheimischen Jugendzentrum, dem einzigen im Umkreis von hunderten von Kilometern. Das Zentrum liegt in der Kleinstadt Télimélé. Hier gibt es viel Perspektivlosigkeit, vor allem unter den Jugendlichen. Für das nötige Heimatgefühl bei uns Deutschen sorgen Heiko und Romy. Sie sind mit Christliche Fachkräfte International schon seit einigen Jahren als christliche Entwicklungshelfer in diesem faszinierenden Land. Neben der (Fort-) Bildung der Jugendlichen liegt ihnen sehr am Herzen Gottes-liebe-weltweit weiterzugeben. Heute erzähl ich euch ein bisschen von meinem Leben hier.
Vieles übertrifft meine Erwartungen
- Unsere Behausung ist sehr schön.
- Auch das Essen schmeckt sehr lecker hier. Wider Erwarten gibt es nicht nur jeden Tag Reis … Ich habe sogar schon Knödel aufgetischt – leider ohne Braten …
- Wir haben zudem auch fließendes Wasser, zwar nur kaltes, aber immerhin muss ich keine Eimer beim Duschen über mich drüber schütten.
- Und es gibt Strom – zumindest soviel, wie tagsüber durch die Solarpanelen aufgeladen werden kann. Manchmal muss man dann doch zur Taschenlampe greifen.
Die Arbeit im Studienzentrum haben wir Co-Workerinnen nun während der letzten zwei Wochen gut kennen lernen können. Es gibt 10 solarbetriebene Computer. Hier lernen die Jugendlichen den grundsätzlichen Umgang mit Grafik-, Schrift- und Kreativprogrammen. Außerdem werden Englischkurse angeboten und die „ganz Harten“ wollen sogar deutsch lernen …!
Mehr Spaß würde mir das jährliche Videoprojekt machen. Das scheint einigen Jugendlichen auch so zu gehen, denn sie sind teilweise schon zum 3. oder 4. Mal begeistert dabei, wenn es darum geht in Musikvideos in ihrer Heimatsprache Pular zu rappen. Die neuen Sprachkurse beginnen erst im Januar, deswegen haben wir mit anderen kleinen Projekten begonnen: Zum Beispiel wurde gemeinsam ein Garten vorm Center hergerichtet. Außerdem gehen wir zwei Mal pro Woche mit den sportbegeisterten Fußball spielen (was ganz schön anstrengend sein kann, weil die afrikanischen Füße einfach schneller sind ).
Herzlichen Dank für Eure Begleitung und Gebete.
Eure Chrissi


