Wenn man wie Tschunkos ganz nahe am Frankfurter Flughafen gewohnt hat, bekommt man mit jedem startenden Flugzeug Fernweh „frei Haus geliefert“. Aber sicherlich hatten sich Simon und seine Ruth nicht träumen lassen, wie weit sie GOTT einmal wegführen würde von alldem, was ihnen vertraut ist. Jetzt leben sie auf den Philippinen, in Eastern Samar. Dort hat der Wirbelsturm Haiyan 2013 ganze Städte dem Erdboden gleich gemacht. Die „Bilanz“: 10.000 Tote und 4.500.000 Obdachlose – das sind nackte Zahlen, hinter denen aber immer persönliche Schicksale stehen.

 

Simon ist vom einheimischen Gemeindeverband AMG als Berater für den Wiederaufbau von Häusern und der Infrastruktur eingeladen worden. Ruth soll in der Kinder- und Jugendarbeit mithelfen. Im März 2016 zogen sie los – und sind immer noch beim Ankommen. Denn vieles ist überraschend anders als in Deutschland. Und das bezieht sich gar nicht einmal auf Not, Sprache oder Kultur. Da gibt es zum Beispiel die sogenannten „Ladyboys“: Männer, die sich wie Frauen kleiden und verhalten. Und mitten in der Gemeinde leben, freundlich aufgenommen und respektiert werden. Die christlichen Gemeinden lehren glockenklar, was in der Bibel steht: Homosexualität ist in GOTTES Augen Sünde. Und doch nehmen sich die Christen Zeit für die Menschen, die so ganz anders leben als sie.

 

Für Tschunkos ist das eine Lehrstunde, 30 Stunden Reisezeit weg von der Petrusgemeinde Kelsterbach, die sie ausgesandt hat. Doch so wie der große Apostel Petrus im Haus des Gerbers Simon in einer Vision erfuhr, dass GOTT ihn zu den Heiden schickt (Apostelgeschichte 10), finden sich auch Tschunkos in ihrem Einsatz als von GOTT Gesandte wieder. Geschickt zu Menschen, an die sie nie zuvor gedacht hatten. Hinter denen immer ein Schicksal steht. Die Liebe, Annahme, Buße und Vergebung brauchen. So wie wir alle!

 

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